Tanka mit Teika

Willst du Tanka schreiben, dann lies gute Tanka, um ihr Wesen zu erfassen. Ganz nebenbei wirst du die Stilelemente dieser Form kennenlernen. Schon der berühmte Fujiwara no Teika (1162-1241) empfahl in einer Anleitung kritisches Lesen als Schlüssel zum besseren Schreiben.

Ein alter Rat

"Was Waka betrifft, gibt es keine Lehrer. Mach die alten Waka zu deinen Lehrern", schrieb er sinngemäß und fügte hinzu: "Frag nicht danach ob ein Waka alt ist oder modern, sondern lern den Stil der begabten Meister. Was Gefühle angeht, suche nach dem Neuen, das andere noch nicht besungen haben, aber verwende die alte Ausdrucksweise."

Schreiben, worüber andere noch nicht geschrieben haben: Das scheint nach einem guten Jahrtausend Tanka-Dichtung eine unmögliche Aufgabe zu sein. Ist es das wirklich? Zu Teikas Zeit war die Erfahrungswelt der Dichter begrenzt. Um sich nicht zu wiederholen, gingen sie immer mehr ins Detail und erlangten so eine unglaubliche Verfeinerung. Dir stehen ganz andere Lebensbereiche offen; du kannst neue Themen und eine ganz frische Bildsprache verwenden. Es gibt viele Möglichkeiten, Gefühle "neu" zu beschreiben.

Die Sprache der alten Meister haben moderne Tanka-Dichter inzwischen verworfen. Tanka verlangen jedoch nach wie vor eine Sprache von ursprünglicher Kraft und Lebendigkeit. Treffende Wortwahl und ein anmutiger Sprachstil sind ebenfalls kein überflüssiger Luxus. Auch wenn du, wie die erfolgreiche Dichterin Tawara Machi, Markennamen und Gesprächsfetzen verarbeitest, musst du auf eine stimmige Ausdrucksweise achten.

Die alten Gedichte zu deinen Lehrern machen – warum eigentlich nicht? Auf der Suche nach deiner eigenen Stimme sind ein paar Kniffe bestimmt hilfreich. Zusammen mit niederländischen Tanka-Freunden zeige ich dir im Folgenden, wie du Stilelemente aus den klassischen Sammlungen in zeitgemäße Tanka umsetzen kannst. Mit geschultem Blick kannst du dann auch moderne und zeitgenössische Tanka befragen.

Das Manyōshū

Wahrhaftigkeit

In natürlicher Sprache aufrichtige Gefühle ausdrücken, das ist makoto, das ästhetische Ideal des Manyōshū. Liebe und Trauer, die großen Themen dieser Sammlung, sind zeitlos. Es ist die Wucht, mit der diese Gefühle dich erwischen, die sie einzigartig macht. Wenn du sie, wie die frühen Dichter, auf ehrliche und ungekünstelte Weise ausdrückst, ist das viel wirkungsvoller als der Versuch, möglichst neue Schattierungen herauszuarbeiten.

Mit Zurückhaltung und einfacher Sprache verhinderst du, dass ein leidenschaftliches Tanka sentimental wirkt. Hältst du dich an das Prinzip des makoto, kann sich dein Tanka in einer nüchternen Welt wie der unseren durchaus behaupten:

Hör ich den Regen,
denk ich an dich, mein Kind
– deine leeren Augen;
hör ich den Regen, bin ich
bei dir: meine Augen leer

Ingrid

hoor ik de regen,
dan denk ik aan jou, mijn kind
je lege ogen
hoor ik de regen, ben ik
bij jou: mijn ogen zo leeg

Ingrid

Mit makoto bezeichnete man früher die aufrichtige Haltung aus der ein Tanka entstand. Später verstand man darunter das Erfassen und Ausdrücken einer inneren Wahrheit. Beides lohnt sich zu beherzigen.

Das Kokin wakashū

Andeutung

Von den Tanka des Kokin wakashū kannst du die Kunst der Andeutung lernen. Gerade bei Tanka über Liebe und Zuneigung ist es reizvoll, dein Thema indirekt zu beleuchten:

der Wind
hat heut' diese Würze
vom Meer
von den Dünen
von 'er denkt an mich'

Ingrid (1)

de wind
heeft vandaag dat zilte
van de zee
van de duinen
van 'hij denkt aan me'

Ingrid

Der würzige Duft der fernen Küste existiert nur in der Vorstellung. "Weil dort einer ist, der an mich denkt, ist mir, als wäre ich bei ihm" sagt dir dieses Tanka. Realer ist da schon das Empfinden von Wind auf der Haut – hier nur durch die w und v angedeutet. Es entsteht der Eindruck von Raum und Nähe.

Auf ihrem Weg
zur Erde bleiben sie
oft hängen: Tropfen
an Zweigen und Halmen –
am schönsten an deinen Wimpern

Ria Giskes-Pieters

op hun weg
naar de aarde blijven ze
vaak hangen – druppels
aan takken en sprietjes
maar aan jouw wimpers het mooist

Ria

Dieses Tanka erwähnt kaum die tiefe, ruhige Zuneigung, die aus ihm spricht. Die Autorin lenkt deine Aufmerksamkeit im Gegenteil ganz auf die feinen Nebeltröpfchen. Es ist verblüffend, wie sie zur Erde hin einzoomt, um endlich zu den Wimpern des Liebsten zu gelangen. Etwas ähnliches kannst du im nächsten Tanka beobachten:

Feriendorf
am Ende jeder Straße
lockt das blaue Meer;
blau, wie die Augen von ihm,
mit dem ich schwamm, jenen Sommer

Ria Giskes-Pieters

vakantiedorp
aan het eind van elke straat
lokt de blauwe zee
blauw als de ogen van hem
met wie ik zwom, die zomer

Ria

Deutlicher als im vorigen Beispiel entsteht der Eindruck einer weiten Geste. Alles erscheint im Zeichen einer Liebe – und das macht das Erleben grenzenlos. "Alle dinghe / Sijn mi te inghe; / Ic ben so wijt!" (Alle Dinge / Sind mir zu eng / Ich bin so weit!), dieser Anfang eines bekannten anonymen holländischen Gedichts schwingt mit im Text.

Raum und Nähe, wesentlich für eine liebevolle Beziehung, werden in diesen drei Tanka auf verschiedene Art hervorgerufen. Die dadurch erzeugte Spannung und die suggestive Sprache schaffen eine dichte Atmosphäre, die deutlichere Worte überflüssig macht.

Mehrdeutigkeit und Verschachtelung

Ein weiterer Aspekt der Tanka des Kokin wakashū ist ihre Vielschichtigkeit. Sie haben oft mehrere Zeitebenen. Das nächste Tanka tut es ihnen gleich:

Mitten im Sommer
bauen Spinnen im Garten
eifrig am Herbst –
Erinnerungen an dich
verwahr ich wie Rosenblätter

Fred Flohr

nog volop zomer
bouwen spinnen in mijn tuin
ijverig aan de herfst –
herinneringen aan jou
bewaar ik als rozenblaadjes

Fred

Die Gegenwart des Sommers, die Zukunft des Herbstes und die Vergangenheit der Erinnerungen findest du in nur fünf Zeilen locker miteinander verflochten. Der Gegensatz von Spinnenweben und Rosenblättern: Ein Bild, das die Fülle des Lebens zeigt. Die Spinnen bauen unbekümmert an ihrer Zukunft, während der Autor in ihrem Eifer das erste Zeichen des Herbstes sieht. Er ist sich der Vergänglichkeit bewusst. Das macht nicht nur die Erinnerungen wertvoller, sondern auch den Sommer – seinen Sommer. Damit rührt das Tanka an das mono no aware des Kokin wakashū.

Viele Tanka lassen mehr als eine Deutung zu. Mit kakekotoba, Homonymen, die die Tür zu einer zweiten Sinnebene öffnen, kamen die alten Meister zu besonders eleganten Ergebnissen. Im Japanischen gibt es reichlich gleichlautende Wörter verschiedener Bedeutung. Die deutsche Sprache kennt nur wenige solcher Homonyme, aber du kannst dein Tanka mit anderen Mitteln zwischen zwei Bedeutungsebenen changieren lassen.

Zur Nacht
 steigen sie im Meer empor
    Tiefseewesen
        träge hinübergleitend
                 finde ich in einen Traum

Ingrid (2)

's nachts
 stijgen ze op in zee
    diepzeewezens
        traag glijdend
                 glip ik een droom in

Ingrid

Die vierte Zeile bildet mit der vorhergehenden und der nachfolgenden unterschiedliche Sinnzusammenhänge. Sprache und Assoziationen können frei fließen und die Aussage des Tanka wird erweitert. Eine ausführliche Erklärung findest du im Interview "Der Geschmack des Tanka".

Sinnbilder und Assoziationen

Wie du schon gesehen hast, kannst du Assoziationen wecken und erfolgreich Sinnbilder einsetzen, um die Atmosphäre eines Tanka zu verdichten, eine zweite Bedeutungsschicht einzubetten. Eine kurze Prosa-Einleitung ist ein weiteres Stilelement. Dazu ein Ausschnitt aus meinem poetischen Tagebuch:

Das alte Windspiel, das im Frühling unter dem tauenden Schnee hervorgekommen war und seither näher am Haus einen Platz am Rankgitter hatte, fand ich vom Geißblatt umschlungen.

Windspiel, umrankt
vom Je-länger-je-lieber,
wie vermisse ich
deinen hellen Klang, nun da
der Wind von Westen weht

Klangbild und Sinneseindrücke sind für dieses Tanka wesentlich. Den Wind (von w und v untermalt) spürst du auf der Haut, der schwere Duft des Je-länger-je-lieber steigt dir in die Nase. Obwohl das Windspiel schweigt, klingt sein heller Klang kurz an und geht dann in eine dunkle, schwere Grundstimmung über: Heimweh. Die Ranken symbolisieren den festen Griff der Nostalgie, für die das Geißblatt in unserem Kulturkreis steht.

Nun geht es nicht darum, solche Sinnbilder aufs Geratewohl aus dem Hut zu zaubern. Wenn du für Entsprechungen von Außenwelt und Innenleben empfänglich bist, wirst du von ganz allein Bilder in deiner Umgebung entdecken, die deine Empfindungen ganz natürlich und überzeugend widerspiegeln.

Ein schönes Beispiel dessen ist auch das nächste Tanka, in dem du vergebens nach einem Gedanken, Urteil oder einer Gefühlsäußerung suchen wirst.

Nur die Schatten
von Eukalyptusblättern
auf der blinden Wand –
krank im Bett folg ich ihrem Spiel
draußen, im fernen Sonnenlicht

Marc Hendrickx

alleen de schaduw
van eucalyptusblaadjes
op een blinde muur –
ziek in bed volg ik hun spel
buiten, in een verre zon

Marc

Das Tanka ist ganz und gar objektive Wahrnehmung und Darstellung: shasei. Das macht es so stark. Schau nur, wie die realistische Schilderung die enge Schattenwelt eines Kranken hervorruft und betont. Eine blinde Mauer verbaut die Sicht auf das alltägliche Leben, an dem der Kranke nicht teilnehmen kann. Sogar vom Eukalyptus sieht er nur den sich bewegenden Schatten, nicht das Laub selbst. Und nur durch den Schatten erfährt er, dass die Sonne scheint. Die genaue Wiedergabe der Wirklichkeit ist voller Symbolik.

Dialog

Dichten war im alten Japan keine einsame Beschäftigung. Auch heutzutage kannst du am Austausch von Gedichten viel Freude erleben. Mit Tanka auf Texte anderer zu reagieren, ist eine bereichernde Art der Verständigung, die nicht geradlinig dem Frage- und Antwortschema folgen muss. Du greifst etwas auf und bist frei eine etwas andere Richtung einzuschlagen. Die Freiheit eines poetischen Dialogs ermöglicht scheinbare Umwege, die nicht über den Verstand, sondern direkt von Herz zu Herz führen:

Die flachen Kiesel,
wie vergnügt springen sie
über tiefes Wasser;
nach etwas Üben, werde
ich es da auch können?

Anita Reimer

Manchmal, nur manchmal
scheren meine Worte
übers Wasser;
dann ist mir fast
als berührte ich deine Haut

Fred Flohr

de vlakke steentjes
hoe vrolijk ze springen
over diep water –
na een beetje oefenen,
snap ik het dan wel?

Anita

soms, heel soms
scheren mijn woorden
over het water
dan lijkt het wel
of ik jouw huid raak

Fred

Tanrenga

Vom Tanka-Austausch zur Gemeinschaftsdichtung ist es nur ein kleiner Schritt. Wie man sich bei einer Erwiderung zuerst in ein Tanka einfühlt, geht es auch beim Tanrenga darum, die Essenz und Grundstimmung des ersten Verses zu erfassen. Willst du das Tanrenga vervollständigen, dann führst du das Gedicht mit den abschließenden Zeilen assoziativ zu Ende. So kann das Tanrenga eine Wendung erhalten, an die dein Partner vielleicht gar nicht gedacht hat. Erst wenn das Gedicht abgeschlossen ist, wird am Ende des ersten Verses – wenn nötig – das Satzzeichen ergänzt.

Sommerhitze
Unkraut am Gleis lässt mich
denken an den Herbst –

Fred Flohr

so kurz unsere Begegnung
ein Trockenstrauß ohne Duft

Anita Reimer

zomerse hitte
onkruid langs 't spoor laat me
denken aan de herfst

Fred

zo kort onze ontmoeting
een droogboeket zonder geur

Anita

Das Shin Kokin wakashū

Struktur und Spannung

Die Gedichte des Shin Kokin wakashū zeigen dir, wie du recht einfach Struktur und Spannung in deine Tanka bringen kannst. Vor dieser Sammlung konnte fast an jeder Stelle nach den vorgeschriebenen fünf oder sieben Lautsilben eine Pause kommen. Sogar mehrere Pausen oder ein Tanka in einem durchgehenden Satz waren keine Besonderheit. Wichtiger war der Fluss des Gedichts – seine Sprachmelodie –, denn ein Tanka hatte den Charakter eines Lieds. Zur Zeit des Shin Kokin wakashū war das sankugire, die inhaltliche Gliederung in 5-7-5 und 7-7 Lautsilben beliebt.

Mit Hilfe dieser inneren Struktur kannst du eine Frage, in den oberen Zeilen aufgeworfen, in den unteren beantworten. Andere Möglichkeiten sind etwa die Entwicklung vom Naturbild zum persönlichen Befinden, vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Gefühl oder Gedanken zu dessen Hinterfragung.

Irgendwo zwischen
gestern und morgen
mein Schattenbild –
wieder einmal zu schwach
um bei dir zu sein

Anita Reimer

ergens tussen
gisteren en morgen
mijn silhouet
alweer te zwak
om bij je te zijn

Anita

Trotz der sehr kurzen Form dieses Tanka entsteht eine deutliche Pause und Wende nach den ersten drei Zeilen. Der erste Teil schildert einen Gemütszustand, der zweite zieht daraus eine Konsequenz. Die gedrungene Gestalt des Tanka passt zum beengenden Gefühl, das aus ihm spricht. Auch der Aufbau spiegelt das Thema perfekt wider, denn die Wende kommt gerade in dem Moment, wo etwas zu zerbrechen scheint.

Strömender Regen –
draußen tickt eine Hummel
gegen das Fenster;
wie lange wird es dauern
bis das Baby kommt?

Arnold Vermeeren

stromende regen –
buiten tikt een hommel
tegen het raam;
hoe lang zou het duren
voor de baby komt?

Arnold

Das Tanka beginnt mit einem Bild aus der Natur und geht in eine Frage über. Die Verbindung ist assoziativ. Eine Hummel, die herein wollte, und das Baby, das das Licht der Welt sehen will, sind miteinander verbunden durch ein Ticken gegen das Fenster, mit dem in Holland gute Bekannte gerne ihren Besuch ankündigen. Die vielen "t" der Originalfassung betonen das Geräusch. Die kurze Pause nach der ersten Zeile tut der inneren Struktur keinen Abbruch.

Natürlich kannst du jede andere Gliederung wählen, um die Aussage deines Tanka zu untermalen. Vielleicht schreibst du ein Tanka, bei dem die äußeren Zeilen die inneren umarmen, weil das viel besser zum Thema passt. Es gibt viele Möglichkeiten: erkunde sie!

Nachhall

Ein letzter Aspekt, der hier zur Sprache kommt, ist der Nachhall. Tanka machen oft einen einfachen Eindruck. Liest du sie aufmerksam, klingt noch eine gewisse Zeit ein über die Worte hinausgehendes Gefühl in dir nach: ein Nachhall, yojō genannt. Das gilt auch für die Tanka der klassischen Sammlungen. Viele Dichter aus der Zeit des Shin Kokin wakashū beendeten ihre Texte mit einem Nomen, um dem Nachhall mehr Raum zu geben.

Ach, die Platanen
verlieren schon ihr Laub
und der Winter kommt –
wie vertraut klingt das Geräusch
meiner Schritte und des Todes

Marc Hendrickx

ach, de platanen
verliezen reeds hun blaren
en de winter komt –
hoe vertrouwd klinkt het geluid
van mijn voeten en de dood

Marc

Mit einem Seufzer beschwört der Autor eine Stimmung zwischen Wehmut und Ergebenheit herauf. Das Gedicht endet mit einem Nomen, das Ende und Höhepunkt des Tanka markiert. Dieses Stilelement heißt taigendome. Du findest es auch im letzten Beispiel, in dem die Bewegung eines Karpfen im unteren Vers aufgenommen wird, um eine Art Seelenverwandtschaft auszudrücken. Beide Tanka sind geprägt von einer stillen, wehmütigen Schönheit und einer gar nicht schmerzlich empfundenen Einsamkeit, dem sabishisa.

Ein Karpfenrücken –
stumm verschwindet der Fisch
in sein kühles Reich;
auch ich kehre um, gehüllt
in tieferes Schweigen

Ingrid

de rug van een vis –
stom verdwijnt de karper
in zijn koele rijk
en ook ik keer om, gehuld
in een dieper zwijgen

Ingrid

Schlußbemerkungen

Von den vielen Stilmitteln der klassischen Tanka-Dichtung konnte ich in diesem Aufsatz nur eine kleine Auswahl vorstellen. Ich hoffe, sie haben dich angeregt, selber weiterzulesen und an eigenen Tanka zu arbeiten.

Was würde Fujiwara no Teika wohl vom modernen Tanka halten? Die japanischen Tanka-Dichter des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts gingen viel weiter als er hätte ahnen können. Genau wie wir zogen auch sie die klassischen Tanka zu Rate. Sie verwarfen, was ihnen überholt erschien und übernahmen – ohne zu kopieren –, was in ihrer neuen Welt Bestand hatte.

Das war, neben Techniken und Stilelementen, vor allem der Geist des Tanka. Der Kerngedanke dieses alten Liedes, das die Menschen miteinander, mit der Natur und ihrer lyrischen Tradition verbindet, macht auch das moderne Tanka zu einem besonderen Gedicht.

Danksagung

Mein herzlicher Dank gilt Fred Flohr, Ria Giskes-Pieters, Marc Hendrickx, Anita Reimer und Arnold Vermeeren von der Haiku- und Tankamailingliste HaikuVrienden, für die Erlaubnis ihre Tanka zu verwenden und zu übersetzen. Alle Rechte an den Texten bleiben bei den Autoren.

Beim Übersetzen bin ich so nah wie möglich am Originaltext geblieben. Viele niederländische Tanka-Dichter verzichten auf Großbuchstaben und Interpunktion, was im Deutschen verwirrend wirken kann. Damit ihre Gedichte so natürlich wirken wie im Original, habe ich die Schreibweise angepasst. Zum direkten Vergleich stehen die niederländischen Texte neben den Übersetzungen.

"Tanka mit Teika" wurde auf meiner früheren Website Ingrids Haiku-Welt erstveröffentlicht. Zur Einbindung in TankaNetz habe ich den Aufsatz überarbeitet, gekürzt und vereinfacht.

Fußnoten

(1) WHC-German, Winter 2009

(2) Haiku Heute, September 2006

Erstellt am 24.06.2009 ~ Zuletzt geändert am 24.05.2010

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